Die verschiedenen Optionen
für einen Auslandsaufenthalt während dem Studium

 

Auslandssemester

Es gibt verschiedene Optionen ein Auslandssemester zu organisieren. Die bekannteste Möglichkeit ein oder zwei Semester im Ausland zu studieren ist über ein passendes Partnerschaftsprogramm der Heimatuniversität. Doch nicht jedes Partnerschaftsprogramm ist für jeden Studiengang und jeden Schwerpunkt geeignet. Auch Bachelor- und Masterstudenten haben in der Regel unterschiedliche Optionen. Wenn du dich also darüber informieren möchtest, welche Partnerschaftsprogramme deiner Universität speziell für dich geeignet sind, solltest du die Webseite deines Akademischen Auslandsamts besuchen oder einen Beratungstermin vereinbaren. Zusätzlich sind die individuellen Voraussetzungen für ein Auslandssemester zu beachten. Hierzu gehören häufig Sprachkenntnisse, in welchem Semester du bist, wann du ins Ausland gehen möchtest und, ob du dir Credits anrechnen lassen möchtest.

Wenn du eine Universität im Ausland gefunden hast, die für dich passt und du die allgemeinen Voraussetzungen erfüllst, musst du dich im Regelfall auf einen Platz im Partnerprogramm bewerben. Zu der Bewerbung gehören oft ein Motivationsschreiben, dein Lebenslauf, dein aktuelles Transkript, Sprachnachweise (z.B. der TOEFL Test) und ein vorläufiges Learning Agreement über die Anrechnung der Kurse, die du dort belegen möchtest. Die Bewerbungsfristen für Übersee Aufenthalte sind oft ein bis eineinhalb Jahre im Voraus. Für Auslandsaufenthalte innerhalb der EU sind die Fristen oft auf ein halbes Jahr im Voraus angesetzt. Die Fristen variieren allerdings je Uni, daher solltest du dich rechtzeitig bei deinem Akademischen Auslandsamt informieren. Für manche sehr beliebten Partnerschaftsprogramme werden auch Auswahlgespräche geführt. Vorteil der Programme ist die bereits bestehende Kommunikation der Universitäten, die Planung ist in der Regel leichter, und das Beste an den Partnerschaften ist, dass man keine Studiengebühren an die ausländische Universität bezahlen muss.

Eine weitere Option ein Auslandsemester zu machen, ist als Freemover zu gehen. Das bedeutet man bewirbt sich nicht auf die Partnerschaftsprogramme der Heimatuniversität, sondern direkt an der ausländischen Universität als international Student. Der Vorteil ist, dass man sich seine Universität beliebig aussuchen kann. So kann man Länder und Institutionen wählen, die keine Partnerschaft mit der Heimatuni haben. Der Haken daran ist, dass man dann für die Studiengebühren der ausländischen Universität selbst aufkommen muss. Hier können Stipendien und Förderungen Abhilfe verschaffen. Man muss sich auch selbst genau über die Richtlinien und Bewerbungsfristen der ausländischen Universität informieren und den Großteil der Planung selbst übernehmen. Die Akademischen Auslandsämter können aber auch Freemover beraten und etwas unterstützen.

Hier gelangst du zu den Webseiten folgender Akademischen Auslandsämter:

Um ein Auslandssemester zu finanzieren gibt es verschieden Optionen. Genauere Informationen zu Stipendien und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten findest du auf der Seite Finance & Scholarships.

 

Auslandspraktikum

Ein Auslandspraktikum ist eine weitere spannende Option ins Ausland zu gehen. Der wichtigste Punkt ist, dass sich jeder Student seinen Praktikumsplatz im Ausland selbst organisieren muss. Hierfür gibt es Börsen und Ausschreibungen, oder man nutzt das eigene Netzwerk, denn es ist nicht immer leicht eine Stelle zu finden. Die Dauer, Bezahlung und Art des Praktikums werden individuell mit dem Arbeitgeber besprochen. Innerhalb der EU gibt es finanzielle Förderungen für Praktika im Ausland. Auch ein Praxissemester im Ausland ist möglich, hier ist es wichtig, die Anrechnung rechtzeitig mit seiner Heimatuniversität abzuklären. Solltest du außerhalb der EU ein Praktikum absolvieren wollen, wird das Thema Arbeitsvisum relevant. Bitte informiere dich hierzu rechtzeitig.

 

Short-Term-Programme

Short-Term-Programme werden von fast jeder Universität oder Hochschule angeboten, auch in Deutschland. Das Angebot an Short-Term-Programmen einer Universität variiert jedoch jedes Jahr. Auch die Inhalte, Dauer und Startzeitpunkte wechseln. In der Regel dauert ein Short-Term-Programm aber zwischen 2 und 6 Wochen. Oft bieten Institutionen sogenannte Summer Schools an, die während der Sommerpause stattfinden. Es gibt aber auch Programme, die parallel zum regulären Semester laufen, oder während der Winterferien. Die Anzahl der Credits, die man sich durch ein Short-Term-Programm verdient, schwanken. Für einen guten Überblick des Angebots kannst du die Webseite deines Akademischen Auslandsamts besuchen. Am besten informierst du dich dann intensiv auf der Webseite deiner Wunschuni. So kannst du besser einschätzen, ob in deinem Zeitraum ein für dich interessantes Programm angeboten wird. Danach macht es Sinn sich im Akademischen Auslandsamt deiner Heimatuni zu melden, um die Bewerbung, Anrechnung und eventuelle finanzielle Unterstützung abzusprechen. Denn die Short-Term-Programme müssen oft selbst bezahlt werden.

Weitere Informationen und Erfahrungsberichte findest Du auf den nach Kontinenten gegliederten Länderseiten.

Disclaimer: Diese Website erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben. Im Zweifelsfall sollte man sich bei seiner Heimatuniversität erkundigen.